Podcast: Von herzlich bis ‚herzgrau‘

Podcast: Von herzlich bis ‚herzgrau‘

Von herzlich bis ‚herzgrau‘

Die Freundschaft zwischen Paul Celan und Günter Grass

Helmut Böttiger: Celans Zerissenheit. Erschienen bei Galiani Berlin.

Als Paul Celan den Bremer Literaturpreis 1958 für „Mohn und Gedächtnis“ / „Von Schwelle zu Schwelle“ entgegennahm, sagte er in seiner Dankesrede: „Das Gedicht kann … eine Flaschenpost sein, aufgegeben in dem … Glauben, sie könnte irgendwo und irgendwann an Land gespült werden, an Herzland vielleicht.“ Celans Gedichte, allen voran „Die Todesfuge“, sind schon lange unterwegs, unentwegt und gerade jetzt im 100. Geburtsjahr (23. November) des großen Lyrikers. Alles gelesen und gesagt über Celan? Der Celan-Kenner und renommierte Publizist Helmut Böttiger hat ein neues Buch unter dem Titel „Celans Zerrissenheit – Ein jüdischer Dichter und der deutsche Geist“ herausgebracht. Seine Überzeugung: Das Bild, das man sich von Celan mache, sei bis heute geprägt von Missverständnissen, falschen Vorstellungen und heroischen Romantisierungen. In dem Buch ist auch ausführlich die Rede von Günter Grass, dem Celan Ende der fünfziger Jahre sehr nahe stand – in einer durchaus komplizierten Freundschaft.

Die Lesung von Helmut Böttiger ist Bestandteil einer virtuellen Celan-Grass-Ausstellung „Ich bin nicht unversöhnlich, Günter“, die derzeit in der neuen Grass Galerie Digital läuft. Besucher*innen, die über ein Windows 10-Betriebssystem verfügen, gelangen in die 3D-Präsentation über www.grassgaleriedigital.de

Helmut Böttiger. © Foto Cordula Giese

In unserem ersten Podcast auf Literatur Erleben hören Sie Helmut Böttiger im Originalton. Er liest aus seinem Werk „Celans Zerissenheit“.

 

 

 

 

 

 

 

 

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